Für eine Handvoll Dollar

Sendezeit: 23:35 - 01:10, 09.11.2018
Genre: Western
  • Darsteller: Clint Eastwood (Joe-der Fremde), Marianne Koch (Marisol), Wolfgang Lukschy (John Baxter), Gian Maria Volontè (Ramon Rojo), Sieghardt Rupp (Esteban Rojo), Antonio Prieto (Don Miguel Benito Rojo), Margarita Lozano (Consuelo Baxter), Josef Egger (Peripero), Daniel Martin (Julio), Benito Stefanelli (Antonio Prieto), José Calvo (Silvanito), Mario Brega (Chico)
  • Regie: Sergio Leone
  • Redaktion: Walter Greifenstein
Deutschland / Italien / Spanien (1964) In einem kleinen Ort in New Mexico leiden die Bürger unter zwei rivalisierenden Clans - den angloamerikanischen Baxters und den mexikanischen Rojos -, die sich mit kriminellen Geschäften eine goldene Nase verdienen. Ein Fremder namens Joe besucht eines Tages das Städtchen und bietet den Familien seine Schießkünste an. Beide bezahlen ihm eine ordentliche Summe, ohne zu wissen, dass er jeweils auch einen Deal mit der anderen hat. Als der Anführer der Rojos (Gian Maria Volonté) den Schwindel aufdeckt, geht er brutal gegen Joe vor. Dieser kann aber entkommen und schwört Rache.
Hintergrundinformationen: Es war eine dreckige, brutale und unmoralische Welt, die der italienische Regisseur Sergio Leone in seinem ersten Western kreiert hatte - aber eine, die die Italiener in ihren Bann zog. Kinogänger lobten die ungewöhnliche Bildersprache, die das Spektakel im Staub noch dramatischer wirken ließ: eindringliche Panoramen schmutziger Gesichter, leinwandfüllende Augenpaare zwischen Überheblichkeit und Todesangst. Getragen wird der Film von einem neuartigen Sound des Komponisten Ennio Morricone. Morricone komponierte 1961 seine erste Filmmusik für Luciano Salces "Il Federale", 1964 begann er seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sergio Leone und Bernardo Bertolucci. In dieser Zeit schrieb er die Musik für Leones Filme "Für eine Handvoll Dollar", "Zwei glorreiche Halunken" und "Spiel mir das Lied vom Tod". Morricones Kompositionen unterscheiden sich stark von den traditionellen Western-Soundtracks aus Hollywood und wirken durch ihre ungewöhnlichen Soundelemente: eine von Schüssen, Peitschenknallen und Pferdehufdonnern begleitete Melodie, mal gepfiffen, mal operettenartig intoniert. Für Italiens Filmindustrie wurde das innovative Werk des vormaligen Monumentalfilmmachers Leone zum Glücksfall. Allein an Italiens Kinokassen spielte er bis 1968 etwa fünf Millionen Dollar ein. "Für eine Handvoll Dollar" avancierte zur Mutter eines neuen Genres: des Italo-Westerns. BR Fernsehen zeigt "Für eine Handvoll Dollar" zum 90.Geburtstag von Ennio Morricone, der Ikone der Filmmusik.